Im Dezember 2004 sass Kate Stables in einem überfüllten Zug nach London, als sie einem jungen Mann mit viel Gepäck versprach, auf seinen Koffer aufzupassen. Während er nach seiner Platznummer suchte, schob sie ihm eine CD ihrer Band THIS IS THE KIT in eine Seitentasche. Wochen später las Kate in einem Londoner Online-Magazin eine euphorische Rezension zu ihrem Album. Der Verfasser bemerkte, dass er die CD in seinem Koffer gefunden habe und die Begeisterung beim Anhören so gross gewesen sei, dass er beschlossen habe, darüber zu schreiben. So werden Weichen gestellt. Auch die Musik von This Is The Kit hat seit den Lo-Fi-Folk-Alben der ersten Jahre so manche überraschende Wende genommen. Das Repertoire reicht inzwischen von sanft elektrifiziertem Kammerpop über akustischen Post-Rock bis hin zu britischer Volksmusik mit vielen Zupfinstrumenten. Ihr jüngstes Album ist ein Live-Mitschnitt, den sie mit den Worten «Let’s see what happens» eröffnet. Das passt zur Abenteuerlust einer unangepassten Musikerin, deren Songs zusammen mit jenen von Aldous Harding, Jesca Hoop oder Laura Veirs auf eine Playlist gehören.

