Der Dachs ist ein scheues Raubtier und hält seinen Bau sauber. Man erspäht ihn meist nach Sonnenuntergang in Waldrandnähe. Der urbane Dachs dagegen hält sich in schlecht beleuchteten Nachtlokalen auf und kann sogar singen, am liebsten mit Falsettstimme: „I ha s’Selbstbewusstsi vome Müsli und mengmol au ais wienen Leu.“ Ja, das ist St. Galler-Dialekt, seit Stahlberger so populär wie Berndeutsch! Dahinter steckt Basil Kehl mit seiner Band DACHS, vor sieben Jahren bekannt geworden durch seine Elektro-Pop-Hymne „Beat Breu“. Er mag Handclap-Beats und Chorus-Effekte auf der E-Gitarre, die schön nach Achtziger klingen. Die Oberfläche ist blitzblank aber – Achtung! – doppelbödig, und aus dem Trockeneisnebel schälen sich Dönerschuppen, Stabhochspringer, Selecta-Automaten oder tote Katzen. Natürlich wird vor diesen Kulissen immer wieder die Liebe verhandelt. Nun kommt der Dachs mit seinem neuen Album (es trägt den etwas eigenwilligen Titel „I wöt mir selber is Gsicht chotze“) zu uns und lädt gleich noch ein paar Freundinnen und Freunde auf die Bühne ein, auf die wir uns ebenfalls riesig freuen: die Luzerner Songwriterin TO ATHENA und den Rheintaler Rapper LUUK. Und es sollen noch mehr Gäste dazukommen!

