Patrick Carney von den Black Keys erzählte in einem Interview, wie er als Teenager an einem Jon Spencer Blues Explosion-Konzert die Demo-Kassette seiner Schülerband auf die Bühne legte, in der Hoffnung, der Frontmann würde sie sich später anhören. Es kam anders: „Spencer sah mir in die Augen, hob einen Fuss – und kickte die Kassette weg.“ Die Black Keys spielen längst in Stadien, aber Carney schwärmt noch immer von der „rohen, ungefilterten, bis aufs Notwendigste reduzierte Energie“ der Band. Wer JON SPENCER jemals mit einer seiner zahllosen Formationen gesehen hat, darunter Pussy Galore, Boss Hog, Heavy Trash und natürlich Blues Explosion, wird Carney beipflichten. Auf der Bühne ist der New Yorker der King aller ausser Kontrolle geratenen Elvis-Wiedergänger, verrückt aber sexy, und sein Reich ist ein Trümmerhaufen aus Lower-East Side-Punk, Delta Blues und No-Wave-Noise. Hochgradig künstlich und nah an der Karikatur, aber auch cool, schweissüberströmt und maximal mitreissend. Spencer lässt sich auf seiner aktuellen Tournee von Kendall Wind am Bass und Macky Bowman am Schlagzeug begleiten, mit denen er auch das Album „Sick Of Being Sick!“ eingespielt hat: Rock’n’Roll als Kur!
Taranja Wu CH
TARANJA WU ist zurück! Mit neuen Liedern, die klingen, als sei sie zusammen mit Depeche Mode, Bo Diddley und Zaho de Sagazan in einen feuchten Übungsraum gestiegen, um die Musik von Jon Spencer Blues Explosion in ihre Einzelteile zu zerlegen. Zwingend tanzbar.



